So fing es an

Ich nahm ein neues Bild in mein Profil in Facebook und bekam wunderbare Rückmeldungen. Strahlefrau schrieben viele. Naja, als ich es las, war ich gar nicht so glücklich darüber. Es stimmte einfach nicht. So sehen mich viele aber ganz ehrlich, manchmal bin ich nicht so. Ich wusste, jetzt ist die Zeit da, sich verletzlich zu zeigen. Ja, auch ich schämte und schäme mich für manches. So gab es ein Outing auf Facebook:

Strahlefrau? Von wegen … 

Das muss jetzt raus … nein, ich bin nicht immer eine Strahlefrau.

Wenn wieder mal das Geld nicht reicht oder ich von Sozialhilfe lebe wie jetzt am Anfang der Coronakrise, ist mir zu Hause nicht zum Strahlen. Dann verkrieche ich mich, weil ich mich schäme … dafür dass ich es gerade mich erwischt hat. Dafür, dass ich meinen eigenen Lebensunterhalt nicht habe, dafür dass ich keinen Lebenspartner habe, der mir hilft.

Und trotzdem gehe ich weiter

Oder gerade deswegen und suche nach Möglichkeiten. Ein StehAufFrau mein ganzes Leben. Immer wieder schaffe ich es, auszubrechen. Ich hatte das Gefühl, dass ich dabei viel Energie brauche, mehr als ich habe und mehr als ich ran holen kann. Was für eine Lüge mir gegenüber.

Mein Business hat mir vor der Coronakrise schon lange keinen Spaß mehr gemacht. Ich tanzte auf zwei Hochzeiten, einmal als EDV-Dozentin und einmal als Coach. Ich brachte beides nicht unter einen Hut. Unglücklich, gefrustet und fertig mit der Welt … und doch raffte ich mich jeden Tag auf und ging in die „Arbeit“. Ich hatte keinen Mut, diesen Job aufzugeben. Als Alleinverdienerin scheute ich mich vor dem Nichts. Und dann kam Corona … Und damit der Absturz so richtig. Heute kann ich sagen, den Arschtritt habe ich gebraucht.

Wie du schon weißt

… ich finde immer einen Weg. Aber zuerst gönnte ich mir eine Auszeit von dem anstrengenden Job mit Arbeitslosen und Arbeitsverweigern. Wie kaputt ich war … ich nahm wahr, wie sehr ich an der Grenze zum Burnout war. Aber im Hochpushen bin ich ja ein Weltmeister. Wo war meine Energie?

Wandlung

Und dann war der Moment da. Schon lange war mir klar, dass ich meine Berufung, meine Freude und meine Leichtigkeit bei dieser Tätigkeit das A und O war. Ich bot Hellsehen an. Mit ein wenig Angst, ich hatte am Anfang noch die Rückmeldungen einiger früherer Kunden im Ohr … Als Informatikerin kann man nicht hellsehen. Doch … ich stand dazu und meine Angebote zu Readings der magischen Fähigkeiten wurde gebucht. So viele schöne Rückmeldung, ich erinnerte die Menschen an ihr tiefes Sein.

Ein Wehmutstropfen war dabei

Ich bot diese Leistung sehr günstig an und musste viel arbeiten fürs Geld. Nicht das du es missverstehst … ich liebe es im Feld zu lesen und liege meist richtig. Aber was bin ich wert? Ich schwankte immer hin und her mit mir und meinen Preisen. Und dann war es klar, mein Wert stieg mit jedem Reading.  

Angekommen

Jetzt bin ich angekommen bei mir und dass alles wegen der Holy Bullshit Revolution von Steffi Wilms und Eva Reich. 3 Tage intensiv wahrnehmen und alles Hindernde abschicken, zu den eigenen „Bomben“ zu stehen und sich mal richtig auskotzen. Wie gut das tut, kein Verstecken und dann siehst du, andere sind nicht besser, sie haben auch Leichen im Keller. Aber sie sind ebenso einmalig wie du selbst. Zeige dich verletzlich und gehe damit raus. Das tue ich jetzt. Es gibt noch mehr im Keller, was ans Licht will. Eigentlich wollte ich den nächsten Tag nochmal darüber schreiben, aber mir war der Appetit vergangen, im Keller zu graben. Irgendwann kommt der Impuls wieder.

Mehr von mir?

Ach ja, wenn du noch mehr über mich erfahren willst, ich erzählte meine Geschichte in dem Buch „Keine Macht den Tabus“. Über meine Hellsichtigkeit, über das Unverständnis meiner Familie, über den Tod und die Ehe mit einem narzisstischen Mann und über die vielen Umwege, die ich ging. Bis hin zur Hellsichtigkeit und Medialität. Jetzt bin ich angekommen und welche eine Wandlung … von der Informatikerin zur Hellseherin.  

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